Zauberhafte Blütenpracht mit der Herbstanemone

 

Von August bis Oktober schmücken die zierlichen Herbstanemonen mein Staudenbeet und sie zählen zu den schönsten Pflanzen was der Herbst zu bieten hat. Obwohl die Staude als Herbstanemone bezeichnet wird, beginnt ihre Blütezeit oft schon Ende Juli und mit ein wenig Glück bis in den Oktober hinein. Haben sie sich an ihrem Standort erst einmal etabliert sind die Stauden extrem pflegeleicht und kaum anfällig für Krankheiten.

 

Herbstanemonen bevorzugen einen halbschattigen Standort, kommen aber auch mit einem sonnigen Platz klar. Bei sonnigen Plätzen ist besonders wichtig, dass der Boden nicht austrocknet, doch Staunässe sollte vermieden werden. Gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit, eine nährstoffreiche, humose Erde und die Herbstanemone gedeiht und blüht. Gedüngt habe ich im zeitigen Frühjahr mit Kompost und Pferdedung in Form von Pellets. Ein zweites Mal kann im Sommer gedüngt werden, jedoch nicht später als Ende Juli. Im Spätherbst kann die Pflanze geschnitten werden, was jedoch nicht zwingend nötig ist. Es verhindert die Samenbildung und eine Selbstaussaat. Ich schneide erst im Frühjahr, denn das Laub dient als natürlicher Winterschutz und die flauschigen Samenstände sehen im Winter besonders hübsch aus, eignen sich auch gut für die Vase. Mit einem bodennahen Rückschnitt im Frühjahr schafft man Platz für den frischen Neuaustrieb.

 

Die beste Pflanzzeit für die Herbstanemone ist im Frühjahr, dann hat sie genügend Zeit, um anzuwurzeln. Da die prächtigen Blüten auf sehr dünnen Stängel sitzen und einige Sorten eine Höhe von 1,50 Meter hoch werden können, empfiehlt es sich, die Pflanze mit einem Staudenring zu stützen. So wird die Herbstanemone bei Regen nicht auf den Boden gedrückt. Räumt man der Pflanze den nötigen Platz ein, dankt sie es mit einem schnellen Wuchs und einer reichen Blüte. Herbstanemonen sind langlebig, neigen mit der Zeit aber dazu, sich stark auszubreiten. Im Frühjahr kann dann die Pflanze geteilt werden und so hat sie über den Sommer genügend Zeit, um neue Wurzeln zu bilden und blüht bereits im selben Jahr wieder. Die Herbstanemone ist sehr gut winterhart, jedoch schütze ich sie jedes Jahr im Winter mit einer Decke aus Reisig und Laub, man weis ja nie wie streng der Winter wird. Neu gepflanzte Herbstanemonen sollten im ersten Jahr auf jeden Fall, besonders in rauen Lagen geschützt werden.

Im Herbst gibt es für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten nur noch ein überschaubares Nahrungsangebot. Zum Glück gibt es die Herbstanemone und es summt und brummt im Blumenbeet. Ob rosa, pink oder weiß, mit einfachen oder doppelten Blütenblättern – die Herbstanemone peppt jeden Garten auf und wird zum traumhaften Hingucker.